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Worauf warten wir noch? Keine Profite mit Ausbeutung und Menschenhandel!

 

Im Nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung des Menschenhandels, der vor wenigen Tagen präsentiert wurde, findet sich ein Kapitel zur Stärkung des rechtlichen Rahmens und der Verbesserung der Transparenz in der Lieferkette. Bis 2023 soll nun geprüft werden, welche Gesetze es braucht, um Unternehmen, die Waren durch Menschenhandel oder Arbeitsausbeutung herstellen lassen, von öffentlichen Vergabeverfahren ausgeschlossen werden können. „Das ist einerseits eine erfreuliche Initiative, andererseits ist es auch bedauerlich, dass die Regierung plant, sich bis 2023 damit Zeit zu lassen. Die Forderung nach sozial fairer Beschaffung ist ja nicht neu. Ich setze mich gemeinsam mit der Zivilgesellschaft bereits seit fast 20 Jahren für dieses Thema ein“, kritisiert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Europäischen Tages gegen Menschenhandel am 18. Oktober. 

 

„Es darf nicht sein, dass europäische Unternehmen Profite machen, indem sie auf ausbeuterische Arbeitsverhältnisse in Ländern des Globalen Südens setzen. Wir brauchen endlich ein Lieferkettengesetz, das sicherstellt, dass entlang der gesamten Wertschöpfungskette die Menschenrechte eingehalten und Umweltstandards gesichert sind“, fordert Petra Bayr und ergänzt: „Die Bundesregierung muss Druck auf die EU-Kommission ausüben, so rasch wie möglich einen Vorschlag für ein wirksames europäisches Lieferkettengesetz vorzulegen.“ 

 

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