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Den Kindern einen lebenswerten Planeten und eine solidarische Weltgemeinschaft hinterlassen

 

„Dürren, Überschwemmungen, Armut, Pandemie, kriegerische Auseinandersetzungen, schwache Institutionen, Vertrauensverlust in die Demokratie – unser Kinder sind mit multiplen Krisen konfrontiert, die von uns, der Großeltern- und Elterngeneration, ausgelöst wurden. Wir sind es auch, die die Verantwortung haben ihnen einen lebenswerten Planeten und eine solidarische Weltgemeinschaft zu hinterlassen, in der alle das Recht auf ein sicheres, gutes und gesundes Leben haben“, ruft Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Weltkindertags am 20. September, zum zukunftsgerichteten Handeln auf. 

„Ich fordere von der österreichischen Bundesregierung mehr Einsatz für Kinder weltweit. Es wird Zeit beherzt und rasch wirksame Maßnahmen zu setzen, um den Planet und die Gesellschaft für die nächste Generation lebenswert zu erhalten!“, fordert Bay und ergänzt: „Die Zeit des Zuwartens und Beobachtens ist vorbei. Jetzt ist der Zeitpunkt, drastische Maßnahmen für die Gesundheit, das Wohlbefinden und ein stabiles politisches Umfeld für alle Kinder zu ergreifen.“

„Kinder gehören zu den am meisten durch die Klimaerhitzung gefährdeten Gruppen. Am stärksten betroffen sind Kinder in den ärmsten Ländern, in benachteiligten Regionen, aus armen Familien und in armen Stadtvierteln“, betont Bayr. Die Corona-Pandemie hat laut dem UN-Kinderhilfswerks Unicef weltweit zusätzlich 100 Millionen Kinder in Armut gestürzt. Die steigende Armut führt zu mehr Kinderarbeit. Laut UNICEF leiden 79 Millionen Kinder weltweit unter Arbeitsbedingungen, die gefährlich oder ausbeuterisch sind – zum Beispiel in Goldminen in Burkina Faso, auf den Baumwollfeldern in Indien, auf Kakaoplantagen in der Elfenbeinküste oder auf Farmen in Lateinamerika.

„Die EU ist in letzter Zeit mit verschiedenen Gesetzesinitiativen gegen Ausbeutung in globalen Zulieferketten aktiv geworden. Neben der Richtlinie für ein EU-Lieferkettengesetz, soll nun eine Verordnung verhindern, dass Produkte aus Zwangsarbeit im EU-Raum gehandelt werden. Das bereits bestehende Rohstoffgesetz und die in Ausarbeitung befindliche Waldverordnung sind ebenfalls wichtige Initiativen, die aber in ihrer Ausgestaltung weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind“, so Bayr.

„Ich stelle nichts anderes als ein blankes Versagen gegenüber der nächsten Generation fest. Wir brauchen keine kurzfristigen Gewinne für Konzerne und noch mehr populistische Irreführungen, sondern müssen langfristig in die Zukunft aller Kinder investieren. Machen wir endlich die Hauptverursaсher verantwortlich und beschließen wir auf globaler, europäischer und nationaler Ebene Gesetze, um die Zerstörung unserer Zukunft durch Demagog*innen, Vermögende und Konzerne zu beenden“, so Bayr abschließend.

 

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