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Bayr zum Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes: Rechte von KleinbäuerInnen, nicht jene von Konzernen stärken!

Utl.: 50 Prozent der weltweit Hungernden sind KleinbäuerInnen

„Dass 50 Prozent der weltweit 800 Millionen Hunger leidenden Menschen selbst KleinbäuerInnen sind, weist auf einen Systemfehler hin“, stellt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Internationalen Tages des kleinbäuerlichen Widerstandes am 17. April fest. Gleichzeitig sind es aber auch die kleinbäuerlichen Betriebe, die 70 Prozent der weltweiten Nahrungsmittel produzieren. „Kleinbäuerliche Betriebe produzieren im Vergleich zur Agroindustrie in der Regel effizienter und gleichzeitig schonender im Umgang mit den natürlichen Ressourcen. So kommen weder Gentechnik noch riesigen Monokulturen zum Einsatz, die üblicherweise einen hohen Gebrauch von Pestiziden und riesige Landflächen mit sich bringen“, schildert Bayr. **** „Als EU-Mitgliedstaat muss Österreich sicher stellen, dass Freihandelsverträge mit Ländern des globalen Südens die Rechte von KleinbäuerInnen sicherstellen und es nicht zu Vertreibungen oder unrechtmäßigen Landnahmen kommt“, fordert Bayr, dass die Nachhaltigkeitskapitel rechtlich bindend und bei Verstoß mit Sanktionen belegt werden müssen. Freihandelsverträge dürfen laut der Nationalratsabgeordneten nicht einen Freibrief für Landgrabbing durch europäische Unternehmen darstellen. Vielmehr gelte es in der internationalen Kooperation und durch multilaterale Instrumente, „die Rechte von KleinbäuerInnen zu stärken, wie dies gerade eine Arbeitsgruppe im Rahmen des UN-Menschenrechtsrates anstrebt“. (Schluss) bj

 

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