"Tiroler Tageszeitung" Nr. 22 vom 24.01.2014 Seite: 11
Ressort: Titel 2. Bund / International

Schlusslicht trotz Umschichtungen


Wien - Die Gelder für österreichische Entwicklungshilfeprojekte werden trotz des kommenden Sparpakets für die Ministerien nicht gekürzt. Das gab Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) gestern im Ö1-Radio bekannt. Sehr wohl gekürzt werden aber Zahlungen für die Entwicklungszumsammenarbeit an die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds. Österreich bleibt damit weit entfernt vom Ziel, 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungshilfe auszugeben. Tatsächlich sind es gerade einmal 0,28 Prozent.
Hilfsorganisationen wie die Caritas, die Diakonie oder das Rote Kreuz begrüßten die Ankündigung von Kurz als „positives Zeichen" und „Trendwende". Die Grünen hingegen kritisierten angesichts der Umschichtungen die nur „kurzfristige Taktik". SPÖ-Entwicklungssprecherin Petra Bayr hätte sich gewünscht, dass insgesamt mehr Geld zur Verfügung stünde. (TT)