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Westsahara unter den Gebieten mit der höchsten Minendichte weltweit

Utl.: Bayr fordert am internationalen Anti-Minen Tag Unterstützung von Minenopfern in der Westsahara  

 

Am internationalen Tag zur Aufklärung über Minengefahren, dem Anti-Minen Tag, erinnert Petra Bayr, SPÖ Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, an die verheerenden Folgen von Minen für die Zivilbevölkerung. "Jedes Jahr werden über 500.000 Menschen Opfer von Minen. Meistens trifft es Zivilisten, die für den Rest ihres Lebens an den Folgen leiden. Ich möchte in diesem Zusammenhang auf die unerträgliche Lage in der Westsahara aufmerksam machen. Das sahaurische Volk ist durch unzählige Landminen in Gefahr. Die genaue Lokalisierung aller Minenfelder ist bisher nicht möglich. Das führt zu regelmäßigen Unfällen, denn die Westsahra zählt weltweit zu den Gebieten mit der höchsten Minendichte", so Bayr, die sich seit vielen Jahren für die sahaurische Bevölkerung einsetzt. ****

 

Fehlendes Wissen erschwert die Lage: Genaue Daten, sowohl über die Lage der Minen, als auch über die Opfer fehlen zur Zeit noch. "Vor allem entlang der Mauer, die Marokko gebaut hat, um die Sahauris an ihrer Rückkehr in ihre Heimat zu hindern, sind extrem viele Minen vergraben. Diese verursachen immer wieder neues Leid. Keiner weiß genau, wo diese Minen vergraben sind und wie viele Menschen durch diese verstümmelt wurden oder sogar ihr Leben verloren haben. Diese Wissenslücken machen es schwer, umfassend zu informieren, um weitere Unfälle zu vermeiden", führt Bayr aus.

 

Opfer von Minen können in den Flüchtlingslagern der Westsahara oft nicht ausreichend versorgt werden und leben in unwürdigen Umständen. "Die Westsahara braucht massive internationale Unterstützung, um die zahlreichen Minen zu entschärfen, die Opfer adäquat zu behandeln und ihnen Perspektiven zu geben. In einem Projekt der GEZA (Gemeinnützige Entwicklungszusammenarbeit GmbH), das die Stadt Wien fördert, wird beispielsweise ein Rehabilitationszentrum für Minenopfer unterstützt. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit hat hingegen im Zuge der Budgetkürzungen das Programm Westsahara komplett eingestellt. Angesichts des Leids ist mir das völlig unverständlich", zeigt sich Bayr verärgert. 

 

"Die einzige nachhaltige Lösung ist aber ein Referendum zur Unabhängigkeit der Westsahara. Nur dann können die Sahauris mit internationaler Unterstützung ihr Territorium flächendeckend in sicheres Land verwandeln, das deren EigentümerInnen Entwicklungschancen bietet", ist Bayr überzeugt. (Schluss) gd/mp 

 

Rückfragehinweis:    SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,     Tel.: 01/53427-275    http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493 

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/199/aom 

 

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