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Weltwasserforum - Bayr erinnert an mangelhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser in Entwicklungsländern

Utl.: Jedes Jahr sterben 3,5 Millionen Menschen wegen schlechter Wasserversorgung - Zugang muss für alle Menschen ermöglicht werden

Anlässlich des Abschlusses des 6. Weltwasserforums in Marseille betont Petra Bayr, SPÖ-Sprecherin für Globale Entwicklung, dass gesundes Wasser für alle Menschen zur Verfügung stehen müsse. Vor allem in Entwicklungsländern hätten Menschen oft keinen Zugang zu leistbarem, sauberem Trinkwasser. "Jedes Jahr sterben 3,5 Millionen Menschen wegen schlechter Wasserversorgung", sagt Bayr am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst und erklärt, dass diese unglaubliche Zahl an Todesfällen auf Wassermangel und verschmutztes Wasser zurückzuführen sei. ****

Im Juli 2010 hat die UNO sauberes Wasser zum Menschenrecht erklärt. "Das war ein sehr wichtiger Schritt auf internationaler Ebene. Allerdings reicht das nicht aus", stellt Bayr fest. "Sauberes Trinkwasser muss für jeden Menschen leistbar sein. Wasser ist kein privates Gut, das nach Prinzipien der Gewinnmaximierung vermarktet werden kann", führt die SPÖ-Entwicklungssprecherin weiter aus. Die Privatisierung von Wasser treibe die Preise für die Verbraucherinnen und Verbraucher überdimensional in die Höhe; gleichzeitig leide die Qualität.

"Wir dürfen nicht vergessen, was vor über zehn Jahren in Cochabamba, Bolivien, geschehen ist", mahnt Bayr. Im Jahr 2000 wurde dort die Wasserversorgung privatisiert und die Preise wurden auf das Dreifache angehoben. Im sogenannten "Wasserkrieg" kam es zu heftigen Auseinandersetzungen, bei denen Menschen ums Leben gekommen sind. "Das darf nicht noch einmal passieren", mahnt Bayr. "Jemandem gesundes Wasser vorzuenthalten, weil er oder sie es sich nicht leisten kann, bedeutet letztlich die Tötung von Menschen."

Das siebte Millennium-Entwicklungsziel der Vereinten Nationen sieht unter anderem vor, den Anteil jener Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, bis 2015 zu halbieren. Das dürfte nach Aussagen auf dem Weltwasserforum gelingen. "Allerdings ist es inakzeptabel, dass in Afrika südlich der Sahara mehr als 40 Prozent aller Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben", sagt Bayr. "Dass wir das Ziel erreichen, ist schön und gut, aber weltweit hat immer noch fast eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das ist inakzeptabel!" (Schluss) bj/mp

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