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Ulrichsbergtreffen - Bayr: Keine Veranstaltungen subventionieren, bei denen ehemalige Waffen-SSler auftreten

Utl.: Trotz Beteuerungen wieder keine Distanzierung vom rechten Rand am heurigen Ulrichsbergtreffen

SPÖ-Nationalratsabgeordnete Petra Bayr kritisiert am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst, dass das Ulrichsbergtreffen in Kärnten die im Vorfeld beteuerte Abgrenzung vom rechten Rand nicht eingehalten hat. Beim diesjährigen Treffen hielt ein ehemaliges Mitglied der Waffen-SS die Festrede und der Obmann der Ulrichsberggemeinschaft behauptete, dass die Waffen-SS ja keine verbrecherische Organisation gewesen sei. "Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass in Österreich noch immer Veranstaltungen mit öffentlichen Geldern subventioniert werden, bei denen ehemalige SS-Mitglieder auftreten", sagt Bayr. Über 10.000 Euro bezahlt die Stadt Klagenfurt in Form von "Sachsubventionen"; laut Rechnungshof hat der Verein zwischen 2008 und 2010 insgesamt 60.000 vom Land bekommen. "Und das reicht der Ulrichsberggemeinschaft immer noch nicht, sie will höhere Förderungen, weil das Bundesheer keine Infrastruktur mehr zur Verfügung stellt", kritisiert Bayr. ****

"Das Geld, das in Kärnten ins Ulrichsbergtreffen fließt, wäre besser in Neuwahlen angelegt, damit die Kärntnerinnen und Kärntner endlich eine Regierung bekommen, die an die Zukunft denkt", unterstreicht die SPÖ-Abgeordnete, und stellt fest: "Die Waffen-SS sollte Teil unserer Geschichte und nicht der Gegenwart sein und als solcher aufgearbeitet statt gefeiert werden." Für Bayr ist es "höchst an der Zeit, einen Schlussstrich unter diese Veranstaltung zu ziehen, bei der alte und Neonazis sich und ihr ewiggestriges Gedankengut öffentlich zur Schau stellen". (Schluss) bj

Rückfragehinweis:
   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
   Tel.: 01/53427-275
   http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493


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