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SPÖ-Sprecherin für Globale Entwicklung Bayr fragt sich, wo der Aufschrei gegen den Hunger im Sahel bleibt

Utl.: Mehr als 10 Millionen Menschen droht das Verhungern

  

"Mehr Menschen als es Österreicherinnen und Österreicher gibt, droht aktuell in der Sahelzone das Verhungern. Wir müssen schnell reagieren", ruft Bayr die Staats- und Regierungschef zur Krisenintervention auf. In der Sahelzone lösen zahlreiche Faktoren erneut eine Hungerkrise aus. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sind steigende Lebensmittelpreise, Dürre, chronische Armut sowie bewaffnete Konflikte die Auslöser der sich anbahnenden Hungerkatastrophe. ****

 

UNICEF schlägt schon Alarm und versucht über soziale Medien wie Twitter und Facebook das Bewusstsein der Menschen in den Industrieländern auf die Hungerkatastrophe zu lenken. Mit dem Twitter-Tag #SahelNOW möchte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen möglichst viele zum Spenden motivieren. Von den Regierungen fordert UNICEF 120 Millionen US-Dollar, um das Schlimmste abzuwehren. Aktuell konnten bereits etwa 30 Millionen aufgetrieben werden. Laut UNICEF sind eine Million Kinder in Lebensgefahr.

 

"Ich rufe die Staats- und Regierungschefs erneut zum schnellen Handeln in der sich anbahnenden Hungerkrise auf. Wir dürfen aber die langfriste Perspektive nicht vergessen. Nur nachhaltige ländliche Entwicklung, die auf die Gegebenheiten der Region angepasst ist, kann den Menschen eine sichere Zukunft bieten. Darin müssen wir sie unterstützen" , stellt Bayr klar und kritisiert: "Leider hat der europäische Auswärtige Dienst in seiner vor kurzem beschlossenen Sahelstrategie dies gar nicht bedacht." Die "Strategy for Security and Development in the Sahel" ziele vielmehr auf die Bekämpfung von Aufständen in der Region ab. Europäische Interessen stünden wieder mal im Vordergrund und langfristige Maßnahmen, die die periodisch auftretenden Hungerkatastrophen verhindern sollen, sind nicht enthalten. "So kann es doch nicht weitergehen! Wann bewegt sich die Weltgemeinschaft endlich?", fragt Bayr. (Schluss) bj

 

Rückfragehinweis:    SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien     Tel.: 01/53427-275    http://www.spoe.at/impressum

 

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