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Muttertag - Mutternacht Aktionstag am Freitag, den 11. Mai

Utl.: Die Plattform österreichische Initiative Mutternacht machen auf Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern aufmerksam

Für den Muttertag am Sonntag laufen in vielen österreichischen Familien die Vorbereitungen sicher schon auf Hochtouren: Gedichte auswendig lernen, Kuchenrezepte auswählen und Blumenarrangements zusammenstellen. Das Muttersein wird gefeiert. In Österreich ist die Mutterschaft zumindest körperlich eine relativ risikolose Angelegenheit. Dass Mutterwerden in manchen Teilen der Welt sogar lebensbedrohlich sein kann, führt die Plattform österreichische Initiative Mutternacht bei ihrer Aktion heute, Freitag, den 11. Mai deutlich vor Augen: "Etwa 1000 Frauen sterben täglich aufgrund von Geburtskomplikationen. Das sind so viele Tote, wie wenn Tag für Tag zwei voll besetzte Jumbojets abstürzen würden und alle Passagiere wären tot. Die angebrachte Aufregung und Berichterstattung darüber fehlt ebenso, wie die medizinische Unterstützung für die betroffenen Frauen. Wir wollen allen werdenden Müttern mit der Aktion "Mutternacht" eine Stimme geben und ihnen Zugang zu ihren sexuellen und reproduktiven Gesundheits-Rechten garantieren!", erläutert Petra Bayr, SP-Nationalrätin. Im Zusammenschluss mit der Grünen Nationalrätin Judith Schwentner und zahlreichen entwicklungspolitischen NGOs macht die Plattform österreichische Initiative Mutternacht heuer schon zum zweiten Mal auf Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern aufmerksam. Eva Glawischnig, Bundessprecherin der Grünen, Stadträtin Sonja Wehsely und Andrea Mautz, SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin unterstützen die Plattform bei ihrem Anliegen, Österreich daran zu erinnern, ausreichend Mittel für die Armutsbekämpfung allgemein und die für die Senkung der Müttersterblichkeit speziell zu Verfügung zu stellen. ****

So betont Mautz: "Österreich zählt zu den reichsten Ländern in Europa. Wir können froh sein, dass die medizinische Versorgung so gut ist und werdende Mütter bestmöglich versorgt werden. Wir dürfen aber nicht die Augen davor verschließen, dass die Situation für Frauen gerade in Afrika mitunter sehr dramatisch ist. Als Mitgliedsland der Vereinten Nationen ist es unsere Pflicht, Maßnahmen zu unterstützen, um die Gesundheit von Müttern zu verbessern - weltweit!" Ebenso drückt auch Wehsely ihre Zufriedenheit mit dem österreichischen Gesundheitssystem aus und appelliert an die Bundesregierung internationale Verpflichtungen einzuhalten: "Dieser Zugang zur Gesundheitsversorgung muss für Frauen in Entwicklungsländern verbessert werden. Hier muss auch Österreich im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit Verantwortung übernehmen."

Die Mutternacht lädt heute Freitag, 11.Mai um 10.00 Uhr zu einem medienwirksamen Hürdenlauf zur Müttergesundheit ein . Als "Schwangere" verkleidet werden sich AktivistInnen. über die Hürden der Müttergesundheit in Entwicklungsländern quälen und über das Thema Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern informieren.

Das Netzwerk Frauenrechte von Amnesty International lädt nach der Aktion zu einem Würfelspiel ein, denn eine Geburt zu überleben ist für viele Frauen ein makabres Glücksspiel.

Um 18.00 Uhr lädt die Plattform österreichische Initiative Mutternacht zu einem Kinoabend mit Publikumsgespräch ins Top Kino ein. Bei freiem Eintritt sind drei Kurzfilme zum Thema Müttersterblichkeit in den so genannten Entwicklungsländern zu sehen. Im Anschluss findet ein Gespräch mit Petra Bayr, SPÖ Bereichssprecherin für globale Entwicklung, Leyla Alyanak von UNFPA Genf und Butros Kony, Experte für Müttergesundheit und Projektmitarbeiter von Doctors for Disabled im Südsudan statt.

Am Samstag, den 12. Mai gestalten die Katholische Frauenbewegung Österreich (kfbö) und die Evangelische Frauenarbeit (EFA) um 19.30 Uhr in der Kirche St. Ruprecht in 1010 Wien ein politisches Nachgebet zum Thema Müttersterblichkeit. Diese ökumenische Form der Liturgie besteht aus drei Teilen: Information, Gebet und Aktion und integriert somit die politische Verantwortung und Umsetzung in die Glaubensfeier.

Weiter Informationen unter: www.mutternacht.at (Schluss) up/mp

Rückfragehinweis:    SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien     Tel.: 01/53427-275    http://www.spoe.at/impressum

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