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Internationaler Tag des Wassers - Bayr: Wasserkraft ist nicht immer die Lösung

Utl.: Mega-Wasserkraftwerk in Brasilien gefährdet Menschen und Umwelt - Projekt muss gestoppt werden

 

 

 Anlässlich des Internationalen Tags des Wassers erinnert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, an das umstrittene Mega-Wasserkraftwerk Belo Monte in Brasilien. "Nur weil es Wasserkraft ist, heißt das noch lange nicht, dass das Projekt automatisch gut ist. Das riesige Vorhaben hat enorm negativen Einfluss auf die Umwelt und die Bewohnerinnen und Bewohner des Amazonas", betonte Bayr heute, Mittwoch, im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. "Mehr als 20.000 Menschen müssten durch die Überflutungen für das Kraftwerk umgesiedelt werden und eine noch größere Anzahl würde durch die Trockenlegung eines Teilabschnitts des Rio Xingu ihre Lebensgrundlage verlieren. Zudem könnte sich das Weltklima durch die weitläufigen Zerstörungen im Amazonas verändert, denn das Amazonasbecken hat eine klimaregulierende Funktion, das ist längst bewiesen", erläutert Bayr. **** 

 

"Aus entwicklungspolitischer Sicht ist Belo Monte aus mehreren Gründen eine Katastrophe. Es missachtet die Rechte der Indigenen, die in der Verfassung verankert sind. Viele indigene Brasilianerinnen und Brasilianer sollen in für deren Lebensweise nicht geeignete Gebiete umgesiedelt werden", sagt Bayr. Für sie steht daher fest, dass das Bauprojekt nicht weiter verfolgt werden darf. "Man hätte die betroffenen Indigenen vor Baubeginn befragen müssen. Das ist aber nicht geschehen. Und jetzt sollen viele indigene Einwohnerinnen und Einwohner von ihrem Land vertrieben und in Wohnungen umgesiedelt werden. Das ist nicht zumutbar", kritisiert die SPÖ-Abgeordnete. Das Mega-Bauprojekt führt aber auch zu einer dramatischen Schädigung der Umwelt, indem es weitläufige Gebiete das Amazonas zerstört. 

 

Für Bayr ist daher klar, dass das Bauprojekt gestoppt und andere Formen der Energiegewinnung forciert werden müssen. "Wind- und Sonnenenergie wurden in Brasilien noch nicht ausreichend bedacht", führte Bayr weiter aus. An dem Bauprojekt in Brasilien ist auch eine österreichische Firma, der Turbinenhersteller Andritz beteiligt, den Bayr bei dieser Gelegenheit erneut auffordert, sich aus dem Projekt zurück zu ziehen: "Es ist unverantwortlich und steht auch im krassen Gegensatz zur österreichischen Umweltpolitik, dass sich Andritz an diesem Projekt beteiligt" stellt Bayr klar.

 

Anlässlich des Internationalen Tag des Wassers macht Bayr erneut auf den untragbaren Zustand aufmerksam, dass es weltweit fast eine Milliarde Menschen gibt, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. "Bedenkt man, dass jährlich fast 3,5 Millionen Menschen wegen schlechter Wasserversorgung sterben, wird der akute Handlungsbedarf klar", betont die SPÖ-Abgeordnete. (Schluss) sv/gd

 

Rückfragehinweis:    SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,     Tel.: 01/53427-275    http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493 

 

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