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Fortschritte bei Senkung der Kinder- und Müttersterblichkeit

Utl.: Internationale Ziele laut Bayr aber in weiter Ferne

SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung und Mitgründerin der österreichischen Initiative Plattform Mutternacht Petra Bayr freut sich über die neu publizierten Zahlen der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet". "Seit 1990 ist die Kinder- und Müttersterblichkeit weltweit deutlich gesunken. Die Zahl an Frauen, die jährlich an Komplikationen während der Geburt oder Schwangerschaft stirbt, konnte von 530.000 auf 287.000 gesenkt werden. Erfreulich ist auch, dass die Zahl der Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren von zwölf auf 7,6 Millionen reduziert wurde", sagt Bayr am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Bayr sieht die neuen Zahlen als klaren Schritt in die richtige Richtung. Dennoch besteht enormer Handlungsbedarf, denn immer noch sterben täglich etwa 800 Frauen an großteils vermeidbaren Komplikationen. Das fünfte Millenniumsziel sieht die Reduktion der Müttersterblichkeit um drei Viertel mit der Basis 1990 vor. Dieses Ziel wird trotz der Fortschritte nicht erreicht werden. "Laut der neuen Daten der Fachzeitschrift 'The Lancet' werden nur 22 der gelisteten 75 Länder das fünfte Ziel, die Senkung der Müttersterblichkeit, erreichen. Das ist nicht einmal die Hälfte. Die Initiative Mutternacht wird sich weiter in mehreren europäischen Ländern für die Senkung der Müttersterblichkeit einsetzten", sagt Bayr.

Die häufigsten Todesursachen im Kindbett sind Infektionen und schwere Blutungen. Hinzu kommen unsachgemäß ausgeführte Abtreibungen, die eine Schwangerschaft für tausende Frauen zum tödlichen Risiko machen. 99 Prozent der Todesfälle kommen in Entwicklungsländern vor. (Schluss) bj

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