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Bayr: Finanzierung von NGOs in der Entwicklungszusammenarbeit erleichtern

Utl.: SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung begrüßt Vorschlag Matznetters, zinslose Darlehen für NGOs zu legalisieren

SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung Petra Bayr begrüßt die Initiative von SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter, die Finanzierung von NGOs, die sich karitativen Zwecken wie der Entwicklungszusammenarbeit widmen, mittels zinsloser Darlehen zu erleichtern. "Das vorgestellte Finanzierungsmodell für NGOs und Kleinunternehmer ist zukunftsweisend und ein wichtiger Schritt, engagierte Menschen und Vereine zu unterstützen", unterstrich Bayr. ****

Zwei Beispiele zeigen, wo das Problem liegt: Der Waldviertler Schuhunternehmer Staudinger hatte zur Finanzierung seines Betriebs über Jahre hinweg bei Kunden, Freunden und Bekannten über drei Millionen Euro eingesammelt und in sein Unternehmen investiert. Mithilfe dieses Finanzierungsmodells konnte er den Betrieb seines Unternehmens aufrecht erhalten. Für die Finanzmarktaufsicht sind das aber "Bankgeschäfte ohne dafür nötige Konzession". Auch der Hilfsorganisation "Jugend eine Welt", die mit zinsenlosen Darlehen von Privaten Entwicklungsprojekte finanziert, erging es nicht anders. "Die Finanzierung von wichtigen Projekten zu vereinfachen und Engagement zu belohnen statt zu kriminalisieren ist wichtig, weil NGOs, neben den staatlichen Zuwendungen, auch auf private Geber angewiesen sind", erklärt Bayr.

Für Kleinbetriebe und entwicklungspolitische Organisationen soll es also neue Finanzierungsmodelle geben. "Den Menschen, die sich in der EZA verdient machen, sollten wir für ihr Engagement nicht noch Steine in den Weg legen, sondern im Gegenteil, ihre Arbeit erleichtern. Daher sollen für Hilfs- und Entwicklungsorganisationen Ausnahmen bei zinslosen Darlehen geschaffen werden", betonte die SPÖ-Abgeordnete.

Matznetter schlägt vor, die Bestimmungen für die Darlehensfinanzierung für entwicklungspolitische Vereine oder für Kleinunternehmen zu lockern, um den beteiligten Unternehmern und engagierten Organisationen Rechtssicherheit zu bieten. Natürlich seien auch die Geber entsprechend aufzuklären und zu schützen. Jetzt soll ein neues Modell verhandelt werden, mit dem entwicklungspolitische NGOs leben können, ohne "die Finanzmarktaufsicht auf den Plan zu rufen", betont die SPÖ-Abgeordnete Bayr und appelliert: "Zeigen wir unsere Wertschätzung für entwicklungspolitisches Engagement. Was bei der Absetzbarkeit von Spenden für karitative Zwecke gelungen ist, sollte auch bei der Finanzierung von karitativen Projekten vorangetrieben werden. Warum nicht zinslose Darlehen?" (Schluss) bj/mo

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