Zum Inhalt springen
 

Das für die Menschen Wesentliche entwickeln

Utl.: Bhutan: Das Bruttonationalglück hat den glücklichen Menschen als Maßstab der Politik

Gerade in Zeiten von Wirtschaftskrise und schlechter werdenden ökonomischen Kennzahlen wagen viele einen Blick in das Himalaya-Königreich Bhutan, das sich das Bruttonationalglück als Messlatte für seine politische Entwicklung gewählt hat. Bei zwei Reisen konnte sich Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, von der Wirksamkeit dieses Ansatzes überzeugen. "Nicht das Wirtschaftswachstum alleine stellt den Leitgedanken der bhutanischen Entwicklungskonzeption dar, sondern Faktoren wie nachhaltiger Umgang mit Ressourcen, Erhaltung der eigenen Kultur, Lebendigkeit der Gemeinschaft, psychologisches Wohlfühlen der Menschen oder die Verwendung von Zeit spielen eine ebenso wichtige Rolle", betont die SPÖ-Abgeordnete. ****

In einem Gespräch mit Karma Tshiteem, dem Generalsekretär der Bruttonationalglück Kommission Bhutans, konnte sich Bayr ein Bild davon machen, wie sehr Entscheidungen über Maßnahmen in Infrastruktur und Entwicklung durch Umfragen ganz nahe an den Bedürfnissen der Bevölkerung liegen: "Fragen wie jene, wie oft die Menschen meditieren, ob sie Zeit haben, ihre Verwandten zu besuchen oder wie viele Bäume rund um ihr Haus stehen, mögen für unsere Ohren exotisch klingen, aber doch ziehen die bhutanischen Glücks-Fachleute daraus für uns möglicherweise überraschende, aber doch klare entwicklungspolitische Konsequenzen." So wird vorrangig in jene Gebiete elektrischer Strom gebracht, wo die Menschen wenig Zeit zur Meditation haben - denn mit elektrischem Licht wird der Tag länger und es bleibt auch mehr Zeit, in sich zu gehen. Sind Menschen in einer anderen Region von ihrer Familie zu isoliert, dann werden dort prioritär Straßen gebaut, zumindest eine halbe, also eine mit nur einer Spur.

Über ihre Eindrücke von Bhutan im Allgemeinen und dem Bruttonationalglück im Besonderen erzählt Petra Bayr bei einer Veranstaltung vom Netzwerk sinnvoll tätig sein am Mittwoch, den 18. April um 19.00 im Depot (www.depot.or.at). (Schluss)

Rückfragehinweis:    SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,     Tel.: 01/53427-275    http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/199/aom