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Bayr zur E10-Debatte: "Mit Essen tankt man nicht"

Utl.: Berlakovichs Festhalten an E10 völlig unverständlich

In der andauernden Debatte um die Einführung von E10 (einem Gemisch aus 90 Prozent Benzin und zehn Prozent Agro-Treibstoff) im Herbst mahnt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, die negativen Auswirkungen der Agro-Treibstoffproduktion ernst zu nehmen: "Die Produktion von Agro-Treibstoffen - allen voran Mais und Soja - ist Mitschuld an den steigenden Nahrungsmittelpreisen und somit am Hunger in manchen Weltregionen. Außerdem sind Agro-Treibstoffe weder bio noch nachhaltig. Im Gegenteil, sie schaden der sozialen und ökologischen Entwicklung in vielen Teilen der Welt." ****

Für die Produktion der Treibstoffe werden immer weitere Flächen, meist Urwald, gerodet. Laut Bayr stellen diese daher eine handfeste Gefahr für das Weltklima dar: "Der Regenwald ist die grüne Lunge der Welt. Ihn zu Lasten der angeblich klimafreundlichen Agro-Treibstoffe zu roden, ist untragbar und einfach der falsche Lösungsweg für den hohen CO2-Ausstoß des Individualverkehrs." Stattdessen schlägt Bayr andere Konzepte vor: "Ich würde mir wünschen, dass sich die Debatte um die Reduktion des CO2-Ausstoßes im Individualverkehr mehr um den Ausbau der Öffentlichen Verkehrsmittel und der E-Mobilität dreht. Darüber hinaus muss das Radfahren in den Städten durch bessere Infrastruktur aufgewertet werden."

In Richtung Minister Berlakovich appelliert Bayr für einen Blick über den Tellerrand: "Mit Essen tankt man nicht! Agro-Treibstoffe sind einfach der falsche Weg, um Österreich und die EU klimafreundlicher zu machen. Zahlreiche internationale Experten und Politiker, wie der deutsche Minister Niebl, erkennen, dass Agro-Treibstoffe mehr negative als positive Auswirkungen haben und verlangen einen Verkaufsstopp. Ich hoffe, dass Minister Berlakovich davon absieht E10 im Herbst einzuführen und endlich der Sachlage entsprechend handelt." (Schluss)

Rückfragehinweis:
   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
   Tel.: 01/53427-275
   http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493


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