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Bayr zum Welttag für menschenwürdige Arbeit: Faire Arbeitsbedingungen sind ein Muss

Utl.: Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen nicht tolerieren

Anlässlich des Welttages für menschenwürdige Arbeit am kommenden Sonntag betont Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, die Bedeutung von sozialen Mindeststandards: "Eigentlich sollten menschenwürdige Arbeitsbedingungen selbstverständlich sein. Leider ist das weltweit nicht immer der Fall, daher müssen wir uns für Mindeststandards einsetzten, wo wir nur können. Eine Möglichkeit sind EU-Handelsverträge." ****

Aktuell verhandelt die EU mit Indien ein Freihandelsabkommen, das aber weder soziale noch ökologische Mindeststandards garantiert. "Für internationale Arbeitsrechtsstandards, wie die Kernarbeitsnormen der International Labour Organization (ILO), sind aktuell keine Streitbeilegungsmechanismen vorgesehen. Sie sind also zahnlos. Werden sie eingehalten so ist das schön, werden sie nicht eingehalten, ist es nach den Buchstaben des Vertragsentwurfs auch nicht schlimm. Das kann doch nicht sein!" zeigt sich Bayr verärgert.

In Indien ist vor allem Kinderarbeit ein großes Problem, denn das Land hat wichtige internationale Standards zur Kinderarbeit nicht unterzeichnet. Die ILO schätzt, dass in Indien 12,6 Millionen Kinder arbeiten müssen. In indischen Steinbrüchen zum Beispiel ist Kinderarbeit leider keine Seltenheit: "NGO-Berichten zufolge wissen wir, dass vor allem in der Granit-Produktion Kinder unter katastrophalen Umständen beschäftigt sind. Diese Arbeit macht die Kinder krank, hindert sie am Schulbesuch und ist unterbezahlt", stellt Bayr fest.

Abschließend appelliert die Nationalrätin zum wiederholten Mal, kein Handelsabkommen abzuschließen, das Kinderarbeit toleriert: "Ich rufe unsere EU Verhandlerinnen und Verhandler daher erneut auf, sich für soziale Mindeststandards im Freihandelsabkommen einzusetzen. Erst wenn Indien die beiden relevanten Konventionen zu Kinderarbeit der ILO ratifiziert und realpolitisch umgesetzt hat und die EU auf sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitskapiteln mit bindenden Streitbeilegungsmechanismen besteht, kann man ernsthaft ein Abkommen mit Indien zu Ende verhandeln und abschließen." (Schluss) js

Rückfragehinweis:
   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
   Tel.: 01/53427-275
   http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493


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