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Bayr zum mosambikanischen Nationalfeiertag: Nur souveräne Staaten können im Interesse der Menschen agieren

Utl.: Wirtschaftswachstum in Mosambik für die Beseitigung von Armut nutzen

Am 25. Juni ist mosambikanischer Nationalfeiertag, an dem Mosambik die im Jahr 1975 errungene Unabhängigkeit von Portugal feiert. Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, gratuliert dem südafrikanischen Staat: "Die Unabhängigkeit von Portugal war für das mosambikanische Volk ein Meilenstein, zu dem ich es herzlich beglückwünsche. Nur souveräne Staaten können im Interesse der gesamten Bevölkerung agieren; ob sie dies immer tun, steht natürlich auf einem anderen Blatt geschrieben." ****

Mosambik ist ein prosperierendes Land und konnte in den letzten Jahren stets hohe Wachstumsraten verzeichnen, zuletzt wuchs das Bruttonationalprodukt um sieben Prozent. "Mosambik verzeichnet ein Wirtschaftswachstum, von dem die europäischen Staaten derzeit nur träumen können. Allerdings leben viele Menschen in Armut. Das Land schafft es nicht, die Ungleichheiten zu beseitigen", kritisiert Bayr am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Mosambik befindet sich in der Liste des Human Development Index (HDI) unter den Schlusslichtern, von 187 gelisteten Staaten ist es auf der 184. Stelle. Der HDI bewertet den Entwicklungsstand eines Landes anhand von Faktoren wie der Lebenserwartung, dem Ausbildungsstand der Bevölkerung und der wirtschaftlichen Leistung des Landes.

"Landgrabbing", also die großflächige Nutzung von Land in anderen Staaten und mit Verträgen, die eine sehr lange Laufzeit haben, wird auch als "moderne Kolonialisierung" bezeichnet. Diese macht auch vor Mosambik nicht halt. "Landgrabbing ist samt seiner negativen Auswirkungen leider auch in Mosambik angekommen. Bewohnerinnen und Bewohner werden meist von dem betroffenen Land verjagt, sie werden weder ausreichend informiert noch entschädigt. Die Erzeugnisse auf diesen Feldern gehen ins Ausland, ebenso der gesamte Gewinn", führt Bayr aus und stellt fest: "Leider ist das so brennende Thema des Landgrabbings nicht ausreichend auf der Tagesordnung des Rio+20-Gipfels verankert. Nachhaltige Entwicklung ist nicht möglich, wenn weite Landstriche von ausländischen Investoren oder anderen Staaten ausbeuterisch bestellt und teilweise sogar als Versuchsfelder für Genpflanzen verwendet werden." (Schluss) bj

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