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Bayr zum Internationalen Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und seine Abschaffung

Utl.: Moderne Sklaverei muss entschieden bekämpft werden

Der internationale Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung gedenkt der Opfer der Gräueltaten des transatlantischen Sklavenhandels. Gewählt wurde der 23. August in Anlehnung an den 23. August 1791, an dem eine Sklavenrevolte in der damaligen französischen Kolonie Saint Domingue zur Gründung des heutigen Haiti führte. Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung erinnert am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst an die menschenverachtende Praktik und zieht Parallelen zur Gegenwart: "Der transatlantische Sklavenhandel hat unglaubliche Ungerechtigkeit und unvorstellbares Leid über die Opfer gebracht. Leider müssen wir der Tatsache ins Auge sehen, dass es heute andere, moderne Formen der Sklaverei gibt, die nicht weniger grausam sind. Gegen diese müssen wir entschieden vorgehen."****

Sogenannte moderne Sklaverei meint Zwangsarbeit, die auch sexuelle Ausbeutung umfasst. "Laut Daten der ILO, der Internationalen Arbeitsorganisation, sind weltweit unfassbare 21 Millionen Menschen Opfer von Zwangsarbeit", erläutert Bayr und führt aus: "Zwangsarbeit bedeutet, dass die Personen unter Androhung einer Strafe Arbeit oder Dienstleistungen zu vollbringen haben. Meist kommt zur Zwangsarbeit noch eine ganze Reihe an Verletzungen der Rechte der Betroffenen hinzu, wie sexuelle Ausbeutung oder Misshandlungen. Hier besteht großer Handlungsbedarf."

Zwangsarbeit und moderne Sklaverei sind oft mit Menschenhandel verbunden, der zu den am schnellsten wachsenden weltweiten Verbrechen gehört. Zumeist werden Menschen in Notlagen in der Hoffnung auf ein besseres Leben Opfer von Menschenhandel und Zwangsarbeit. Frauen und Kinder sind am meisten betroffen. Bayr ruft daher die internationale Staatengemeinschaft zu einem gemeinsamen Handeln auf: " Was wir brauchen sind klare Rechtsstrukturen, die scharf gegen Täter vorgehen und Beschäftigungsmöglichkeiten, welche ein Auskommen sichern. So müssen sich Menschen nicht in die Hände von dubiosen Menschenhändlern begeben." (Schluss) up

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