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Bayr zum Internationalen Tag der Humanitären Hilfe - Österreich muss seine Hilfe verbessern

Utl.: Langfristige Arbeit als Prävention gestalten

Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, übt anlässlich des Internationalen Tages der Humanitären Hilfe Kritik an den österreichischen Strukturen und der Unterfinanzierung der Humanitären Hilfe. "Neben dem chronischen Mangel an finanziellen Mitteln gibt es deutliche Strukturschwächen der österreichischen Humanitären Hilfe", so Bayr, die vor allem die Fragmentierung und mangelnde Kohärenz kritisiert: "Es gibt einfach zu viele Akteure in der österreichischen Humanitären Hilfe, die über keinen flexiblen Mechanismus verfügen, der zu einer zielführenden Kooperation führt", betont Bayr heute, Samstag, im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die vielfach seitens NGOs geübte Kritik, die österreichische Auslandskatastrophenhilfe sei viel zu langsam, teilt Bayr voll und ganz: "Ich kritisiere vor allem, dass das Außenministerium für jede Mittelentnahme aus dem Auslandskatastrophenfond einen Ministerratsbeschluss braucht. Dieses Verfahren ist extrem zeitaufwändig und gerade zeitliche Verzögerungen müssen bei Katastrophen vermieden werden. Hilfe muss schnell ankommen."

Bayr plädiert weiters für mehr Weitsicht und langfristige Arbeit in der Humanitären Hilfe: "Die Humanitäre Hilfe in Österreich ist leider nicht eng mit der Entwicklungszusammenarbeit verbunden. Das verhindert langfristiges Engagement, das gleichzeitig auch Prävention von zukünftigen Krisen sein kann. So ist es zum Beispiel in der Sahelzone enorm wichtig, nicht nur Nahrungsmittel in der Krise zu liefern, sondern die Menschen zu unterstützen, langfristig ein gesundes Leben in ihrer Heimat führen zu können." (Schluss)

Rückfragehinweis:    SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,     Tel.: 01/53427-275    http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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