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Bayr zum internationalen Frauentag: Frauen sichern weltweit nachhaltige Entwicklung

 Utl.: Frauen gestalten weitsichtig und erfolgreich, ihr Potential

      darf nicht ungenutzt bleiben

 

Zum 101. internationalen Frauentag erinnert SPÖ-Entwicklungssprecherin Petra Bayr an die Leistungen von Frauen in Entwicklungs- wie in Industrieländern: "Frauen sind das Rückgrat der Gesellschaft. Ohne sie geht gar nichts." Tatsächlich sind Frauen für 80 Prozent der gesamten Lebensmittelproduktion in Entwicklungsländern und somit für die Ernährung ganzer Gesellschaften verantwortlich. Frauen schultern im Norden wie im Süden den Löwenanteil an pädagogischer Arbeit und formen so künftige Generationen mit. Aus internationalen Studien weiß man: Tragen Frauen zum Haushaltseinkommen bei, investieren sie es in das Fortkommen der gesamten Familie: Bildung für die Kinder sowie ausgewogene Nahrung für die ganze Familie stehen ganz oben auf der Prioritätenliste. Gerade in Entwicklungsländern müssen Frauen daher vermehrt aus der Mikro- in die Makroebene kommen, also nicht nur Haushalt und Familie, sondern Unternehmen und öffentliche Verwaltungen managen. "Wir brauchen mehr Frauen, die das politische Geschehen mitgestalten und die Firmen leiten", betont Bayr am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

 

 "Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (ÖEZA) sieht die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und das Empowerment von Frauen als Schlüssel zur Armutsminderung, zum Wirtschaftswachstum und zur sozialen Entwicklung. Und das ist auch richtig so", unterstreicht Bayr. "Dennoch sollte die ÖEZA mehr leisten: Es reicht nicht aus, Frauen auf der Mikroebene zu unterstützen. Grundschulbildung, Gesundheit und Landwirtschaft sind wichtige Themen in der Frauenförderung und für alles Weitere natürlich unerlässlich. Dennoch müssen Frauen auch in Entwicklungsländern verstärkt in Führungspositionen, in politische Ämter, sowie in Aufsichtsräte der großen Firmen", betont Bayr. Dass Frauen Firmen nachhaltig leiten, belegt eine neue Analyse der Société Générale: Von 778 untersuchten börsennotierten Firmen in Europa schnitten jene mit Frauen im Führungsteam am besten ab: In den erfolgreichsten Firmen der letzten vier Jahre waren mehr als 30 Prozent Frauen in den Boards.

Auch die ÖEZA sollte sich diese Studie zu Herzen nehmen: Frauen können nicht nur in der Leitung von Familien für nachhaltige Entwicklung sorgen, sie sollten auch verstärkt in die Leitung von Staaten und Firmen eingebunden werden. "Auch beim ÖEZA-Programm 'Wirtschaft und Entwicklung' gibt es diesbezüglich noch jede Menge Spielraum nach oben", gibt Bayr zu bedenken. "Wie viele Frauen haben die Chance, in Wirtschaftspartnerschaften der ÖEZA eingebunden zu werden - in Österreich und in den Partnerländern?" Bei den größten österreichischen börsennotierten Firmen sind nicht einmal drei Prozent der Leitungsmitglieder Frauen, in Entwicklungsländern schaut es in großen Unternehmen noch wesentlich trauriger aus. "Es gibt nicht nur bei den Entwicklungskooperationen, sondern auch im Inland noch viel zu tun", ist sich Bayr sicher. Zum internationalen Frauentag ruft die Abgeordnete auf, das Potential von Frauen nicht ungenutzt zu lassen: "Frauen sind der Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung in unserer Welt. Sie sind es, die um- und weitsichtig planen und umsetzen, wenn man sie nur lässt." (Schluss) bj

 

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