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Bayr zum ersten Weltmädchentag: Mädchen brauchen Bildung

Utl.: Teenagerschwangerschaften verletzen Rechte der Mädchen

"Mädchen im Kindesalter zu verheiraten, verletzt deren Rechte und hat zahlreiche negative Folgen, die meist das ganze Leben der unfreiwilligen Braut beeinflussen", warnt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung anlässlich des ersten Weltmädchentages, der den Schwerpunkt "girls not brides" hat. Bayr setzte sich diesen Frühling dafür ein, dass der Weltmädchentag der Vereinten Nationen auch in Österreich etabliert wurde. ****

Laut Angaben der UNO werden jährlich zehn Millionen Mädchen vor deren 18. Geburtstag verheiratet. In den so genannten Entwicklungsländern ist die Kinderehe besonders verbreitet. Jedes dritte Mädchen wird verheiratet und dadurch zahlreichen Gefahren ausgesetzt, erläutert Bayr: "Werden die Mädchen früh verheiratet, dauert es meist nicht lange bis sie schwanger werden. Dann müssen sie die Schule verlassen und sind bei Schwangerschaft und Geburt einem höheren gesundheitlichen Risiko als erwachsene Frauen ausgesetzt. Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt sind die Haupttodesursache von 14- bis 19-jährigen Mädchen in Entwicklungsländern, jährlich sterben 70.000."

Schwangerschaft und Geburt sind häufige Gründe für den Schulabbruch junger Mütter. Fehlende oder mangelnde Ausbildung verringert in der Folge die ökonomischen und sozialen Chancen der Frauen. "Dabei ist gerade Bildung der entscheidende Faktor: Mädchen mit Schulbildung heiraten später, bekommen weniger Kinder, können diese dafür länger in die Schule schicken und besser mit ausgewogener Nahrung und Gesundheitsdienstleistungen versorgen", betont Bayr. Studien der Vereinten Nationen zeigen klar, dass Mädchen ohne oder mit wenig Schulbildung eher im Teenageralter schwanger werden als gebildete Mädchen. (Schluss) sv/mp

Rückfragehinweis:
   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
   Tel.: 01/53427-275
   http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493


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