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Bayr zu steigenden Nahrungsmittelpreisen: Agro-Treibstoffe treiben Preise zusätzlich in die Höhe

Am Rande des Forums in Alpbach betonte die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenschutz Kristalina Georgieva, dass sich die Welt an einem Wendepunkt in der Ernährungssicherheit befinde. Verschiedene Faktoren würden die Preise für Nahrungsmittel in die Höhe treiben. In Europa wären die Preissteigerungen zu bewältigen, in Entwicklungs- und Schwellenländern bedeuten diese aber Hunger für Teile der Bevölkerung. Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, geht auf die Gründe der Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln ein: "Aktuell treibt nicht nur die Dürre in den USA die Preise für Nahrungsmittel in die Höhe. Der Klimawandel bringt mehr Wetterextreme mit sich, die Ernten schlecht ausfallen lassen oder ganz vernichten. Das Bevölkerungswachstum und der immer weiter steigende Fleischkonsum tragen ebenso, wie Spekulationen mit Nahrungsmitteln und Agro-Treibstoffe zu steigenden Preisen bei."

Bayr begrüßt in diesem Zusammenhang, dass österreichische Banken sich aus Spekulationsgeschäften mit Nahrungsmitteln zurückgezogen haben und ruft Minister Berlakovich erneut auf, E10 nicht zu forcieren. "Verpflichtende Beimischungsquoten von Agro-Treibstoffen heizen die Nahrungsmittelpreise unnötig an. Es ist schlichtweg unethisch Soja, Mais, Weizen und andere Nahrungsmittel zu verspriten. Essen gehört auf den Teller und nicht in den Tank", betonte Bayr heute, Dienstag, im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst.

Eine EU-Richtlinie sieht vor, dass bis 2020 der Anteil an Energien aus erneuerbaren Quellen im Verkehrssektor mindestens zehn Prozent zu betragen hat und bestimmte Nachhaltigkeitskriterien, wie das Verbot Regenwald für den Anbau von Agro-Treibstoffen abzuholzen, eingehalten werden müssen. Für Bayr ist das zu spät: "Agro-Treibstoffe dürfen nur unter Einhalten strenger sozialer und ökologischer Nachhaltigkeitskriterien verwendet werden. Nicht erst ab 2020, das ist viel zu spät!" (Schluss)

Rückfragehinweis:
   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
   Tel.: 01/53427-275
   http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493


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