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Bayr zeigt sich über die Brandkatastrophe in Karachi, Pakistan erschüttert

Utl.: Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter stärken!

Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, zeigt sich anlässlich der Brandkatastrophe in einer Textilfabrik in Karachi, Pakistan, tief erschüttert. "Wie kann es sein, dass in einer Fabrik etwa 300 Menschen bei einem Brand zu Tode kommen? Wie kann es sein, dass ein Fabrikbesitzer so mit seinen Mitarbeitern umgeht und dermaßen fahrlässig agiert? Grundlegende Sicherheitsregeln wurden missachtet, es waren nach ersten Aussagen sogar die Notausgänge versperrt", kritisiert Bayr am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Der Brand in der Textilfabrik war gestern jedoch nicht der einzige Vorfall dieser Art in Pakistan. In einer Schuhfabrik in Lahore starben bei einem Unfall 21 Personen. Auch hier liegt der Verdacht nahen, dass grundlegende Sicherheitsregeln missachtet wurden. Pakistan ist kein Einzelfall. Es ist weitgehend bekannt, dass in Schwellen- und Entwicklungsländern unter miserablen Arbeitsbedingungen billig für den europäischen Markt produziert wird. Bayr fordert die EU auf, keine bilateralen Verträge mit Staaten zu schließen, die nicht ein Mindestmaß an sozialen Normen garantieren: "Es ist nicht tragbar, dass die EU sehenden Auges bilaterale Verträge mit Staaten abschließt, die weder ein Mindestmaß an Arbeitnehmerschutz noch an Sicherheitsstandards einhalten. Ich fordere unsere Vertreterinnen und Vertreter in der EU auf, die bestehenden Verträge in puncto soziale Standards zu verbessern und keine weiteren Verträge mit zahnlosen Sozialkapiteln abzuschließen."

Abschließend betont Bayr die Rolle der Konsumenten: "Wir Konsumentinnen und Konsumenten haben in immer mehr Fällen echte Wahlmöglichkeiten bei unseren Kaufentscheidungen. Kauft man etwa Fair Trade, ist garantiert, dass die Arbeitsbedingungen gewisse Standards einhalten." (Schluss) bj/mp

Rückfragehinweis:
   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
   Tel.: 01/53427-275
   http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493


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