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Bayr: Privatsektor kann unter strengen Regeln Armut in Entwicklungsländern mindern

Utl.: Internationaler Tag zur Armutsbeseitigung

"Der Privatsektor kann in den so genannten Entwicklungs- und Schwellenländern zur Armutsminderung beitragen, wenn bestimmte Spielregeln eingehalten werden", betonte Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut. Bei einem ExpertInnentreffen, zu dem AWEPA (European Parliamentarians with Africa) und die AG Globale Verantwortung Anfang der Woche ins Parlament geladen haben, stand die Rolle des Privatsektors zur Diskussion. ****

"Transparenz, Kohärenz aller Politikbereiche im Sinne von Entwicklung, ordentliche Steuerleistungen, internationale Standards und ein entsprechender makroökonomischer Rahmen sind nur einige Voraussetzungen, dass der private Sektor zur Armutsminderung beiträgt", stellte Bayr am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. In vielen Produktionsstätten in Entwicklungsländern werden etwa die Arbeitsnormen missachtet, damit die Lohnkosten möglichst gering gehalten werden können. "Es ist unerlässlich, dass als absolutes Minimum die Kernarbeitsnormen der ILO eingehalten werden", ist Bayr überzeugt. Die Kernarbeitsnormen der ILO schreiben etwa ein Verbot der Kinder- oder der Zwangsarbeit fest, gehen aber noch nicht auf die Höhe des Lohnes oder die Decent Work Agenda ein.

Für die Entwicklungszusammenarbeit ergeben sich viele Aufträge, damit der Privatsektor Armut mindern und Entwicklungspolitische Impulse setzten kann, ist Bayr überzeugt: " Die EZA kann zum Beispiel zur Stärkung der Partnerländer beitragen, damit diese ernstzunehmende entwicklungsrelevante Akteure sind, die etwa das Einhalten von internationalen Normen überwachen." Abschließend forderte Bayr  auch die EU zu einem verantwortungsvollen Agieren in der Handelspolitik auf: "Ich fordere die EU auf, Handelsverträge nur mit jenen Staaten abzuschließen, die internationale Sozial- und Umweltstandards ratifiziert haben und diese auch in der Realität umsetzten." (Schluss) up

Rückfragehinweis:
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   Tel.: 01/53427-275
   http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493


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