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Bayr: Mehr Frauen an Staatsspitzen und in die Parlamente

Utl.: Internationaler Töchtertag: "Töchter können mehr - weltweit!"

Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, ruft am Internationalen Töchtertag am 28. April zu verstärkter Unterstützung von Mädchen in deren Ausbildungswünschen auf. "Mädchen müssen frei wählen können, welchen Bildungsweg sie einschlagen, überall auf der Welt", fordert Bayr am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst und führt weiter aus: "Eltern und Verwandte sowie Gesellschaften in deren Gesamtheit dürfen ihre Töchter nicht an deren persönlicher und beruflicher Entwicklung hindern. Im Gegenteil: Ich rufe die genannten auf, ihre weiblichen Nachkommen gezielt zu fördern." ****

Noch immer ist der Anteil an Frauen in politischen Positionen deutlich niedriger als der Anteil an Männern. "Als Nationalratsabgeordnete wünsche ich mir weltweit mehr Kolleginnen. Es gibt vor allem immer noch viel zu wenige weibliche Staats- und Regierungschefinnen. Aktuell haben wir etwa zehn Frauen an der Spitze von Staaten. Bei aktuell 194 anerkannten Staaten ist das eine mickrige Bilanz", führt Bayr aus und ergänzt: "Besonders freue ich mich aber, dass gerade diesen Monat eine Frau das Amt der Präsidentin in Malawi übernommen hat. Joyce Banda ist Frauenrechtlerin und treibender Motor der Frauenbewegung in ihrer Heimat. 2011 wurde sie sogar als drittmächtigste Frau Afrikas ausgezeichnet. Wir brauchen mehr solcher Frauen".

Nachdem kein Mädchen als Staatschefin oder Präsidentin zur Welt kommt, sei die Chancengleichheit, die den Mädchen in jungen Jahren gewährt wird, ein wichtiger erster Schritt zu einem selbstbestimmten und unabhängigen Leben, zu Selbstermächtigung und politischer Teilhabe. "Viele Politikerinnen haben ihre ersten Erfahrungen mit der Verantwortung für andere in der Familie oder der Schule gemacht. Dieses Know-how gilt es zu nutzen und auszubauen. Geschlechterquoten helfen Frauen, den Platz in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu finden, der ihnen zusteht, und von dem aus sie sich bestmöglich für das Gemeinwohl stark machen können. Ruanda mit einem Anteil von über 56 Prozent weiblichen Abgeordneten ist da ein gutes Beispiel", so Bayr. Laut Interparlamentarischer Union beträgt weltweit der Schnitt an Parlamentarierinnen 19,5 Prozent, besonders unterrepräsentiert sind Frauen in arabischen und pazifischen Staaten. Nur 43 Staaten weltweit erreichen den UNO-Zielsatz von 30 Prozent Frauenanteil in den Parlamenten.

Die OEZA hat Ermächtigung von Frauen als ein Schwerpunktthema. "Leider behandelt die österreichische Entwicklungszusammenarbeit ihren Frauenschwerpunkt aber stiefmütterlich und hat auch hier den Rotstift angesetzt, obwohl Minister Spindelegger immer wieder betont, dass er Programme und Projekte, die Frauen und Mädchen unterstützen, von den Kürzungen ausnimmt. Der Internationale Töchtertag scheint mir eine passende Gelegenheit, an Minister Spindelegger zu appellieren, mehr Mittel in die Förderung von Frauen und Mädchen zu investieren. Ja, es handelt sich um ein Investment: Haben Frauen Zugang zu Bildung, können sie eher der Armutsspirale entkommen und so zur Entwicklung des gesamten Landes beitragen", ist Bayr überzeugt und meint zum Abschluss: "Der Slogan der einstigen Kampagne von Frauenministerin Johanna Dohnal 'Töchter können mehr!' ist in jedem Fall auch global zu verstehen!" (Schluss) bj/mp

Rückfragehinweis: SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien, Tel.: 01/53427-275 http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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