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Bayr: Ländliche Entwicklung für die Armutsminderung zentral

Utl.: EZA-Unterausschuss diskutiert zwei Anträge zu ländlicher Entwicklung und einen zu den Rechten von Menschen mit Behinderung

"80 Prozent der Menschen, die Hunger leiden müssen, leben auf dem Land. Für die Armutsminderung ist ländliche Entwicklung zentral", betonte Petra Bayr, Vorsitzende des EZA-Unterausschusses, bei dessen heutiger Sitzung und ergänzt: "Dabei ist es besonders wichtig, dass kleinbäuerliche Strukturen gestärkt werden, denn diese können lokale Ernährungssouveränität leisten, im besten Falle sozial und ökologisch zukunftsfähig." Bei der Sitzung des EZA-Unterausschusses wurden zwei Entschließungsanträge zum Thema ländliche Entwicklung diskutiert. ****

In einem Antrag zu Land Grabbing wird die Bundesregierung aufgefordert, sich auf nationaler und internationaler Ebene verstärkt gegen unrechtmäßige Landnahme in Schwellen- und Entwicklungsländern einzusetzen. Land Grabbing ist illegitime Landverteilung zu Lasten der kleinbäuerlichen Strukturen, die Armut und Hunger mit sich bringen. Im zweiten  Antrag werden die Inhalte des Weltagrarberichts, wie die zentrale Bedeutung der sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft und jene der kleinbäuerlichen Struktur, zur Kenntnis genommen. Die Bundesregierung wird auch aufgefordert, sich im Follow-up-Prozess aktiv einzubringen und entwicklungspolitisch kohärente Strategien zu entwickeln.

In einem Antrag betreffend die Rechte und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung in der Entwicklungszusammenarbeit fordern die Ausschussmitglieder die Bundesregierung auf, sich im Rahmen der Vereinten Nationen verstärkt für Menschen mit Behinderung einzusetzen. "Auf diesem Gebiet passiert leider noch viel zu wenig. Wir müssen sicherstellen, dass die Rechte und Bedürfnisse von verletzlichen Gruppen in den Entwicklungsländern respektiert werden", fordert Bayr und fügt hinzu: "Außerdem ist es an der Zeit, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt mitbestimmen, etwa beim Erarbeiten strategischer Vorhaben und Programme, die sie betreffen." (Schluss) bj/sas/mp

Rückfragehinweis:
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   Tel.: 01/53427-275
   http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493


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