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Bayr kritisiert den Ausschluss iranischer Frauen von 77 Studienfächern auf das Schärfste

Utl.: Iran katapultiert sich selbst ins wissenschaftliche Mittelalter

Laut jüngsten Medienberichten der "Zeit" und "The Telegraph" soll Frauen im Iran der Zugang zu zahlreichen Studienfächern verwehrt werden. "Ich finde es unerhört, dass der Iran mit fadenscheinigen und völlig haltlosen Argumenten den Zugang zu Bildung für Frauen massiv einschränkt und so auf 50% der Intelligenz des Landes verzichtet", zeigt sich Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, über diesen letzten Wurf der iranischen Hochschulpolitik empört. ****

In Zukunft sollen auf iranischen Hochschulen 77 Studiengänge, darunter Archäologie, Elektrotechnik und englische Literatur, nur mehr von Männern belegt werden können. "Dass manche Fächer für die weibliche Natur nicht geeignet sind, wie ein Beamter aus dem iranischen Bildungsministerium zitiert wird, finde ich unerhört. Diese Aussage entbehrt jeder Grundlage und ist mittelalterlich", zeigt sich Bayr erzürnt und gibt zu bedenken, dass "sich der Iran in einer Weltregion befindet, die im historischen Kontext sehr früh über einen sehr hohen Wissensstand verfügte. Umso unverständlicher finde ich es, dass das Land sich heute mit dieser Aktion in das wissenschaftliche Mittelalter zurückkatapultiert."

Die SPÖ-Abgeordnete unterstützt die iranische Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi in ihrem Einsatz gegen diesen Entschluss: "Ich danke Shirin Ebadi für ihr Engagement für die Frauenrechte im Iran und unterstütze ihren Einsatz. Sie selbst hat als erste muslimische Frau den Friedensnobelpreis bekommen. Ich stehe voll und ganz hinter ihrer Forderung nach einer Untersuchung durch die Vereinten Nationen. Die Entscheidung des Iran ist untragbar", so Bayr abschließend. (Schluss) eg

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