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Bayr kritisiert das katastrophale Waldgesetz in Brasilien auf das Schärfste

Utl.: Kurz vor dem Weltgipfel in Rio verabschiedet Brasilien ein Gesetz, das die Umwelt massiv bedroht

Brasilien ist zu 60 Prozent mit Wald bedeckt, der sowohl für das Weltklima als auch für den Erhalt der Biodiversität und der Süßwasserressourcen eine tragende Rolle spielt. Brasilien hat ein Gesetz verabschiedet, das eine massive Bedrohung für den Wald darstellt. Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, übt massive Kritik an diesem Gesetz: "Das neue Gesetz erlaubt es illegalen Holzschlägern ungestraft davon zu kommen. Der Schutz des Waldes ist nicht mehr gegeben, ich kritisiere die Entscheidung Brasiliens massiv." ****

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat das Gesetz diese Woche unterschrieben und gibt damit wenig Hoffnung auf mehr Umweltschutz in Brasilien. "Gerade vor dem Weltgipfel, der in wenigen Wochen in Rio de Janeiro stattfinden wird, ist es ein sehr schlechtes Zeichen für den Umweltschutz. Ich appelliere an die brasilianische Präsidentin sich die Auswirkungen des Gesetzes noch mal vor Augen zu führen und das Gesetz im Sinne der nachhaltigen Entwicklung zu ändern. Die negativen Folgen für den Umwelt- und Artenschutz sowie für Indigene und unkontaktierte Völker sind katastrophal", stellt Bayr fest.

Die ehemalige Umweltministerin Marina Silva nannte die Änderungen des Gesetzes in einem CNN-Interview eine Katastrophe. Diese Änderung hätte aus einem Waldgesetz ein Landwirtschaftsgesetzt gemacht. "Die großen Profiteure dieser Gesetzesänderung sind zweifelsfrei die Großgrundbesitzer", fügt Bayr hinzu und betont "eigentlich sollten aber die kleinbäuerlichen Strukturen gestärkt werden. Sie sind es die nachhaltige Entwicklung vorantreiben."

Der WWF spricht in einer Aussendung sogar davon, dass Brasilien durch dieses Gesetz das Ende des Amazonasregenwaldes einläute. Dass die Situation dramatisch ist, bestätigt auch Bayr: "Ich mache mir große Sorgen und werde bei der Konferenz in Rio den Dialog mit meinen brasilianischen Kolleginnen und Kollegen suchen." (Schluss) nph/mp

Rückfragehinweis: SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien, Tel.: 01/53427-275 http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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