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Bayr: Belo Monte Megastaudamm - eine Menschrechts- und Umweltkatastrophe

Utl.: Erneuter Baustopp für umstrittenes Kraftwerk in Brasiliens Amazonas-Gebiet

Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, zeigt sich erleichtert über den neuerlichen, von brasilianischen Gerichten verhängten Baustopp beim drittgrößten Wasserkraftwerk der Welt. "Das geplante Wasserkraftwerk in Brasiliens Amazonas-Gebiet ist umweltzerstörend und menschenrechtsverletzend, besonders für die indigene Bevölkerung", sagte Bayr heute, Mittwoch, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Sollte der Belo Monte Staudamm wirklich gebaut werden, werden 80 Prozent des Xingu-Flusses abgeleitet und mehr als 500 Quadratkilometer Amazonas-Regenwald überflutet. Kritiker befürchten, dass durch das Wasserkraftwerk bis zu 40.000 Menschen umgesiedelt werden müssen und das Ökosystem völlig aus dem Gleichgewicht gebracht wird. "Jetzt ist die Zeit für Präsidentin Dilma Rousseff zu handeln um diese Menschenrechts- und Umweltkatastrophe aufzuhalten, bevor es zu spät ist", betonte Bayr. ****

Das Megaprojekt Belo Monte ist schon lange in der Kritik, die von der Umweltschutz- und Menschenrechtszene in- und außerhalb Brasiliens geübt wird. Diese erreichten bereits durch verschiedenste Klagen einen Baustopp im September 2011, der jedoch nach drei Monaten wieder aufgehoben wurde. Der neuerliche Baustopp wurde erwirkt, da die betroffenen Volksgruppen vor der Verabschiedung der Baugenehmigung 2005 nicht in die Planung einbezogen und angehört wurden, wie das Gericht befand. Demzufolge muss das Projekt nun neu genehmigt werden. Bayr appelliert daher an die Vernunft der brasilianischen Regierung und verweist auf die enormen Potenziale des Landes alternative Energieformen wie Biomasse, Sonnen- und Windenergie auszubauen. (Schluss) mis

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