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Bayr begrüßt das Verbot weiblicher Genitalverstümmelung in Somalia

Utl.: Gesetz muss auch umgesetzt werden - Bewusstseins- und Bildungsarbeit nötig

 

Petra Bayr, die Gründerin der österreichischen Plattform StopFGM und SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, begrüßt, dass die neue somalische Verfassung weibliche Genitalverstümmlung verbietet: "In Somalia sind 96 Prozent der Frauen genital verstümmelt. Am weitesten ist die so genannte Infibulation verbreitet. Bei dieser die Art werden die äußeren und inneren Schamlippen größtenteils oder komplett entfernt, ebenso wie die Klitoris. Zusätzlich wird die Vaginalöffnung auf eine meist nur stecknadelkleine Öffnung verengt. Es ist ein großer Schritt, diese grausame Tradition, die keine religiöse Grundlage hat, zu verbieten und dies in der Verfassung zu verankern." ****

 

Das rechtliche Verbot ist jedoch nur der erste Schritt in der Beseitigung dieser Menschenrechtsverletzung, mahnt Bayr: "Ein gutes Gesetz reicht leider nicht aus, um FGM auch tatsächlich aus dem Leben der Menschen zu verbannen. Es bedarf nun sehr viel Bewusstseins- und Bildungsarbeit, um die nicht zu rechtfertigende Tradition zu beenden."

 

Laut der Weltgesundheitsorganisation sind weltweit 140 Millionen Frauen und Mädchen genital verstümmelt und leiden in der Folge oft ihr Leben lang an den körperlichen und seelischen Schmerzen. Die mehr als 5.000 Jahre alte Tradition ist nicht religiös begründet und macht vor keiner gesellschaftlichen Schicht halt. FGM wird nicht nur in afrikanischen, sondern auch in asiatischen und europäischen Ländern praktiziert. (Schluss) eg

 

Rückfragehinweis:

   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,

   Tel.: 01/53427-275

   http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

 

 

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