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Bayr begrüßt Berlakovichs späte Einsicht zu E10 - Mit Essen tankt man nicht!

Utl.: E10 doch nicht ab Herbst - Sieg der Vernunft

Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, begrüßt den Vorstoß der EU-Kommissare für Energie und Klimawandel, den Einsatz von Getreide für die Produktion von Agro-Treibstoffen auf das derzeitige Niveau zu begrenzen: "Ich sehe es als großen Erfolg beharrlicher politischer Diskussionen in den Parlamenten und des Einsatzes der Zivilgesellschaft, dass Energiekommissar Günther Oettinger und Klimakommissarin Connie Hedegaard sich heute gegen eine Verwendung von Nahrungsmitteln für die Produktion von Agro-Treibstoffen ausgesprochen haben. Dank zahlreicher Stimmen, allen voran der entwicklungspolitischen NGOs und der Umwelt-NGOs und von PolitkerInnen, denen das soziale Wohlergehen der Ärmsten, die Bekämpfung von Menschenrechtsverletzungen durch Landraub und der Schutz der Umwelt am Herzen liegt, zieht die Einsicht immer weitere Kreise, dass Agro-Treibstoffe negative soziale und ökologische Folgen haben. ****

"Sogar Minister Berlakovich rückte von seinem Plan ab, E10 im Herbst einzuführen: "Das war eine schwere Geburt," kommentiert Bayr die langersehnte Einsicht "Minister Berlakovich war ja mittlerweile nicht nur in Österreich, sondern in der EU isoliert. Hätte er auch nach diesem Vorstoß der EU Kommission an seinen Plänen festgehalten, Österreich hätte sich absolut lächerlich gemacht."

Die Einsicht der beiden EU-Kommissare mündet in einem Vorschlag, laut dessen die Produktion von Treibstoffen aus Mais, Soja, oder Raps nicht weiter gefördert und 2020 ganz auslaufen soll. Stattdessen soll die Produktion von Treibstoffen aus Abfällen oder Algen vorangetrieben werden. Bayr befürwortet den Vorschlag: "Agro-Treibstoffe aus Nahrungsmitteln forcieren den Welthunger. Durch eine steigende Nachfrage klettern die Preise in die Höhe und die Ärmsten der Armen müssen hungern. Agro-Treibstoffe der 3. Generation, also aus Abfällen etwa, sind eine sinnvolle Alternative."

Abschließend zeigt sich Bayr erleichtert, dass auch endlich Minister Berlakovich einsichtig ist: "Mit Essen tankt man nicht! Das scheint nun auch der Minister eingesehen zu haben. Bestätigen kann ich auch die Erkenntnis des Landwirtschaftsministers, dass das Thema - vor allem mit dem Bauernbund und der Agrana - kaum rational zu diskutieren war." (Schluss) gd

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