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Nationalrat, XXIV. GP, 22. April 2010, 62. Sitzung

14.21
Abgeordnete Petra Bayr (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Wir wissen, dass Allergien immer mehr zunehmen. Grund dafür sind auch der Klimawandel, die Klimaerwärmung und die zunehmende Menge und andere Intensität von Pollen in der Luft, aber auch Duftstoffe, die immer öfter irgendwelchen Produkten zugefügt sind. Während es für eine bestimmte Produktgruppe schon sehr klare Deklarationspflichten für Duftstoffe gibt und auf den Verpackungen klar draufstehen muss, was da alles an Zusatzstoffen drinnen ist, ist das für eine große andere Gruppe noch nicht der Fall, nämlich für all die Dinge, die unter dem Begriff Raumerfrischer firmieren, und für Produkte, die man nicht nur im Raum versprüht, sondern eventuell auch auf Textilien wie zum Beispiel Vorhänge oder Möbel.

Die AnwenderInnen haben leider keine Chance, im Vorhinein zu schauen, welche Zusatzstoffe da drinnen sind, und sich vor irgendwelchen Allergien zu schützen – auch wenn es bekannte sind –, weil sie ja nicht wissen, ob diese bestimmten Teile, auf die sie allergisch reagieren, im Produkts enthalten sind oder nicht.

Dieser Antrag soll genau das ändern. Jacky Maier war da einmal mehr sehr initiativ und aktiv, und ich denke, eine Deklarationspflicht für solche Produkte ist auf jeden Fall ein guter und wichtiger Schritt. 

Diese Deklarationspflicht soll, wenn es irgendwie möglich ist, auf europäischer Ebene umgesetzt werden. Wenn das nicht möglich ist, dann ist mit diesem Antrag der Umweltminister auch aufgerufen, in Österreich aktiv zu sein und einerseits die Studien, die es dazu gibt, etwa über die Folgeerscheinungen von Allergien aufgrund von Duftstoffen, weiter im Auge zu behalten und zu evaluieren. Wenn er der Meinung ist, dass irgendwo nicht ausreichend Studien und Daten vorhanden sind, dann fordern wir ihn in diesem Antrag anderseits auch auf, selbst etwas zu tun, selbst Studien in Auftrag zu geben, sich schlauzumachen und je nachdem, was dann herauskommt, selbst aktiv zu werden – sei es auf europäischer oder sei es auch auf nationaler Ebene.

Ich denke, das ist ein wichtiger Schritt. Wir wissen, dass mehr und mehr Menschen sehr stark unter solchen Allergien aufgrund von Duftstoffen leiden. Wenn wir ihnen im Vorfeld helfen können, indem wir ihnen eine Entscheidungshilfe geben, sodass sie nachschauen können, ob in einem Produkt eine Substanz enthalten ist, die schädlich ist, dann ist es auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.

Ich hätte mich jetzt sehr gerne bei Jacky Maier bedankt, aber ich glaube, er ist gerade nicht da. (Abg. Mag. Lapp: Ich richte es ihm aus! – Abg. Mag. Gaßner: Ich sag’s ihm auch!) – Wir sagen es ihm! Aber wir wissen ja alle, dass er einer der Hauptkämpfer für den Konsumentenschutz in dieser Republik ist. In diesem Zusammenhang herzlichen Dank für die Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ.) 
14.24