Nationalrat - Bayr: "Niemand soll geraubte Organe bekommen"

Der Nationalrat hat am Donnerstag einen Bericht des Ausschusses für Menschenrechte über die Bürgerinitiative betreffend "Wir Österreicher wollen keine Organe aus China haben, für die unschuldige Menschen getötet wurden" diskutiert. Die SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung, Petra Bayr, erläuterte, dass der illegale Organhandel mittlerweile dem Drogen- und Waffenhandel in der Dimension nicht mehr nachsteht. Sie verwies auf Berichte aus China, wonach es bei Hinrichtungen Sollquoten von Menschen mit spendbaren Organen gebe. Besonders betroffen davon sind Angehörige der Falun Gong. ****

Bayr plädierte dafür, dass Österreich die Initiativen des Europarats gegen den Organhandel stärker unterstützt. In der parlamentarischen Versammlung des Europarats ist der SPÖ-Bundesrat Stefan Schennach als Berichterstatter über den Organhandel besonders engagiert. Seinen Bericht über die problematische Situation in Israel bis 2008 und die Konsequenzen, die Israel dann mit einem strengen und international vorbildlichen Gesetz gegen Organhandel gezogen hat, empfiehlt Bayr ebenso zur Lektüre wie das Handbuch für ParlamentarierInnen über die Europaratskonvention gegen den menschlichen Organhandel. Diese sollte endlich ratifiziert werden.

Das Schema sei immer das gleiche: "Reiche, die es sich leisten können, kaufen die Organe von verzweifelten Armen und von Hingerichteten." In dieser Sache ist für die Abgeordnete klar: "Niemand soll geraubte Organe wollen und bekommen." (Schluss) lp/wf/mp

 

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