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Bayr: Moderne Formen der Sklaverei durch Gesetze stoppen

Utl.: 23. August ist der Internationale Gedenktag an das Abschaffen der Sklaverei

„Das Verbot des transatlantischen Sklavenhandels wurde lange erkämpft und hat das feudale Wirtschaftssystem verändert. Moderne Formen der Sklaverei existieren aber noch. Wir brauchen erneut eine radikale Änderung in unserem Wirtschaften, wir brauchen ein konsequentes Gesetz zum Schutz der Menschenrechte entlang der gesamten Lieferkette“, fordert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Internationalen Gedenktages an das Abschaffen der Sklaverei. ****

„Mit dem Sozialverantwortungsgesetz haben wir als SPÖ-Klub einen Vorschlag auf den Tisch gelegt, der Textilien und Schuhe aus Kinder- und Zwangsarbeit vom österreichischen Markt verbannen soll“, schildert Bayr den jüngsten Vorstoß im Nationalrat. „In Deutschland und in der Schweiz gibt es bereits intensive Diskussionen, wie das Einhalten der Menschenrechte entlang der Lieferkette garantiert werden kann. Auch auf EU-Ebene hat Kommissar Reynders angekündigt, gesetzgeberisch aktiv zu werden. Die österreichische Bundesregierung soll endlich konstruktiv zum Schutz der Menschenrechte in unserem Wirtschaftssystem aktiv werden“, fordert Bayr.

Die Revolte in der Nacht von 22. auf 23. August 1791 in Santo Domingo, im heutigen Haiti, leitete das Ende des transatlantischen Sklavenhandels ein. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) schätzt, dass derzeit 40 Millionen Menschen in modernen Formen der Sklaverei, etwa in privaten Haushalten, in der Sexarbeit, auf Baustellen oder in der Landwirtschaft, gefangen sind. (Schluss) bj

 

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