Bayr: Indigene in Brasilien schützen!

Utl.: 17. April ist der Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes

„Die Corona Krise zeigt, wie verwundbar die Indigenen in Brasilien sind. Und sie zeigt, dass Präsident Bolsonaro die Interessen der Agroindustrie und der ausschließlich profitorientierten Wirtschaft in den Vordergrund stellt“, betont Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des internationalen Tages des kleinbäuerlichen Widerstandes am 17. April. „Die indigenen Gemeinschaften in Brasilien sind seit dem Amtsantritt von Bolsonaro massiv bedroht. Ihr Lebensraum, der Amazonas, wird niedergebrannt und abgeholzt, um Weiden für Rinder zu schaffen. Illegale Goldschürfer vertreiben die Indigenen. Dabei zerstören sie die Lebensgrundlage der teilweise unkontaktierten Völker und schleppen Krankheiten, wie das Coronavirus, ein“, kritisiert Bayr. Im Bundesstaat Amazonas gibt es für die vier Millionen EinwohnerInnen lediglich ein Krankenhaus mit Intensivstation. ****

Indes steigt die Zahl an ermordeten IndigenenvertreterInnen an. Alleine im nordöstlichen Bundesstaat Maranhão wurden innerhalb von fünf Monaten fünf Anführer der Guajajará-Indigenen ermordet. „In Brasilien findet ein systematisches Morden der Indigenen statt. Präsident Bolsonaro nimmt tausende Tote für die wirtschaftliche Nutzung ihres Landes in Kauf“, kritisiert Bayr.

Am 17. April jährt sich die brutale Niederschlagung der Demonstration für eine Landrechtsreform in Brasilien. Im Jahr 1996 hat die Polizei bei einer Straßenblockade in der Stadt Eldorado dos Carajas im Norden des Landes 20 Mitglieder der Landlosenbewegung erschossen und viele Hunderte verletzt - darunter zahlreiche Bäuerinnen und Bauern. (Schluss) up

 

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