Bayr fordert, ZivilistInnen besser vor Landminen zu schützen

Utl.: 4. April ist der internationale Tag zur Aufklärung über die Minengefahr und zur Unterstützung von Antiminenprogrammen

„Die Zivilbevölkerung ist bei bewaffneten Konflikten über die Maßen leidtragend. Auch bei den hohen Zahlen an Minenopfern ist dies zu erkennen“, beklagt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, die Opfer von Landminen anlässlich des internationalen Tages gegen Landminen am 4. April. Laut dem Landminenmonitor 2019, dem jährlichen Bericht der internationalen Kampagne für ein Verbot von Landminen (ICBL), war 2018 das vierte Jahr in Folge mit sehr hohen Opferzahlen. Die 6.897 registrierten Fälle belegen, dass sich die perfide Wirkung von Landminen hauptsächlich gegen die Zivilbevölkerung betroffener Regionen richtet. „71 Prozent aller registrierten Opfer sind zivil, mehr als die Hälfte sind Kinder“, zitiert Bayr aus dem Bericht und betont: „Die Opferzahlen sind angesichts des seit 20 Jahren bestehenden Minenverbotsvertrages eine Schande. Die Kriegsparteien müssen sich an das humanitäre Völkerrecht halten.“ ****

 

“Österreich soll nicht nur materiell, sondern vor allem mit Expertise einen größeren Beitrag für ein Ende von Landminen leisten. So sollen etwa mehr Projekte von österreichischen NGOs auf diesem Gebiet finanziell unterstützt werden und heimisches Know-How zur Entminung verstärkt in den betroffenen Ländern angeboten werden. Die Nationalratsabgeordnete ermutigt den Außenminister, auch österreichische Organisationen wie ‚Gemeinsam gegen Landminen‘ zu unterstützen: „‚Gemeinsam gegen Landminen‘ hat jahrelange Erfahrung in der Entminung und dem Warnen und Schulen der lokalen Bevölkerung mit den Gefahren von Minenfeldern. Ihr Arbeit ist wichtiger Beitrag zum Schutz der Zivilbevölkerung.“

 

Am 31.01.2020 hat US-Präsident Trump den weltweiten Einsatz von Antipersonenminen durch das US-Militär wieder freigegeben. „Es ist unfassbar, dass Donald Trump Anfang des Jahres die internationalen Bemühungen für eine minenfreie Welt zurückwirft und Antipersonenminen wieder einsetzen möchte“, kritisiert Bayr und verweist auf die Petition von ‚Gemeinsam gegen Landminen‘, die Außenminister Schallenberg zum Handeln auffordert und den Rückschritt bei den globalen Bemühungen zur Abrüstung nicht unkommentiert lässt: [http://chng.it/Fq4mZbGV45] (http://chng.it/Fq4mZbGV45) (Schluss) ls

 

Rückfragehinweis:

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