Nationalrat, XXIV. GP, 6. Dezember 2011, 135. Sitzung

20.39

Abgeordnete Petra Bayr (SPÖ): Feindbilder gedeihen dort am besten, wo es keine Kommunikation gibt. – So analysiert das Projekt „Fair & Sensibel“, eine Initiative der Polizei, die versucht, dagegen anzuarbeiten und die Kommunikation vor allem zwischen Polizisten/Polizistinnen und Afrikanern/Afrikanerinnen herzustellen.

Generell versucht „Fair & Sensibel“ aber auch mit anderen sogenannten Minderheiten in Österreich einen Kontakt herzustellen, ob es um Leute unterschiedlicher ethnischer Herkunft, unterschiedlicher Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientierung geht. In den Mittelpunkt ihres Arbeitens stellt „Fair & Sensibel“ das gemeinsame Erleben, das beidseitige Aufeinander-Zugehen von unterschiedlichen Menschengruppen.

Oberstleutnant Josef Böck ist der Motor dieses sehr bunten Teams, das über unterschiedliche Kanäle versucht, aktiv zu sein und zum Beispiel über Kultur, über Musik – es gibt auch einen eigenen Gospelchor – und über Sport jede Menge Kontakte zwischen unterschiedlichen herstellt. Sie betreiben eine Beratungs- und Informationsstelle für Menschen, die aufgrund ihrer Hautfarbe Probleme mit der Polizei gehabt haben.

Es werden über „Fair & Sensibel“ Aus- und Weiterbildung zum Beispiel im Bereich der Justiz und der Exekutive angeboten, wo Sensibilisierungs-Workshops abgehalten werden. Es gibt Öffentlichkeits- und Vernetzungsarbeit, wo versucht wird, mit anderen Initiativen, die die gleiche Intention verfolgen, gemeinsam Projekte zu betreiben. Und in diesem Zusammenhang freue ich mich auch, dass ich auch mit einer Initiative, die ich betreibe, die „Fußball hat viele Gesichter“ heißt, zusammenarbeiten kann mit dem Pepi Böck und seinem Team, denen ich von dieser Stelle hier dafür danken möchte, dass sie mit ihrer sehr engagierten und qualitativ tollen Arbeit sicherlich dazu beitragen, die Intention dieses Antrags, den wir diskutieren, auch in die Praxis umzusetzen.

– Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)

20.41