ANFRAGE


der Abgeordneten Petra Bayr

an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technik

betreffend Littering an Österreichs Straßen und Eisenbahnlinien.


Von der Lebensmittelindustrie werden immer häufiger Einweggebinde für Getränke eingesetzt. Der Trend geht soweit, dass in den Lebensmittelsupermärkten kaum Mehrweggebinde zu finden sind. Speziell im Mineralwasserbereich, aber auch bei Bier, geht der Trend eindeutig hin zu Dosen und Einwegflaschen. Dadurch ist es den KonsumentInnen in den letzten Jahren kaum mehr möglich Mineralwasser und sonstige Getränke in Glasflaschen zu kaufen, die Wahlfreiheit ist zum leeren Schlagwort geworden.

Dieser Trend führt in den letzten Jahren zu einem massiven Problem bei der nicht ordnungsgemäßen Entsorgung von Einweggebinden. So zeigt sich, dass Getränkedosen und Einwegflaschen nicht wie geplant entsorgt werden, sondern auch die Umwelt dahingehend belasten, dass diese Gebinde den Straßenrand, die Eisenbahnstrecken und Bahnhöfen verschmutzen.


In diesem Zusammenhang richten die unterfertigenden Abgeordneten an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie folgende

Anfrage:

1. Ist Ihnen bekannt, wie viel Getränkegebinde an Österreichs Straßen jährlich eingesammelt werden?

2. Ist Ihnen bekannt, wie viel Getränkegebinde an Österreichs Eisenbahnlinien jährlich eingesammelt werden?

3. Derartige Gebinde benötigen eine fachgerechte Entsorgung. Ist Ihnen bekannt, welche Kosten dadurch dem Straßenerhalter entstehen? Bitte ggf. um eine Auflistung der Kosten innerhalb der ASFINAG, um ein Bild des Problems des Litterings entlang der hochrangigen Straßenverbindungen in Österreich zu bekommen.

4. Ist Ihnen bekannt, welche Kosten dadurch dem Eisenbahninfrastrukturbetreibern in Österreich entstehen? Bitte ggf. um eine Auflistung der Kosten innerhalb der ÖBB-Holding AG, um ein Bild des Problems des Litterings entlang der Gleisverbindungen in Österreich zu bekommen.